Sehenswert

Fotografie ist für mich mehr als...
...das Beherrschen der Technik.

Fotografie ist für mich...
....Leidenschaft, Kreativität und das Einfangen von Momenten,
bevor sie zur unwiderruflichen Vergangenheit werden.

Ein gutes und ausdrucksstarkes Tierfoto ist für mich ein Foto,
auf dem man das Gefühl hat, direkt in die Seele des Tieres zu schauen.

Fotografie ist für mich auch weit mehr als nur ein Hobby – sie ist eine große Leidenschaft und vielleicht sogar ein bisschen Lebenseinstellung. Fotografieren bedeutet wörtlich „Malen mit Licht“, für mich bedeutet es aber vor allem: genau hinsehen.
Beim Fotografieren fokussiert nämlich nicht nur das Objektiv, sondern auch ich. Das Vorher, das Nachher und das Drumherum verschwinden für einen Moment, und übrig bleibt das, was gerade vor der Kamera passiert. Ein kleiner Schritt nach vorne oder hinten, eine andere Perspektive, anderes Licht – und plötzlich sieht die Welt ganz anders aus. Wie im wahren Leben ist eben vieles eine Frage der Einstellung(en).
Seit ich fotografiere, gehe ich auch ohne Kamera mit anderen Augen durch die Welt. Denn manchmal reichen ein paar Quadratmeter, das richtige Licht und der passende Blickwinkel, um aus etwas völlig Unspektakulärem ein kleines Kleinod zu machen. Auch das ist vermutlich wie im wahren Leben: Man muss nur wissen, wohin man schaut.

Meine liebsten Models haben meistens vier Beine – oder zwei Beine und zwei Flügel. Hunde und Turmfalken sind dabei gleichermaßen käuflich, lediglich die Währung unterscheidet sich: Leckerchen für die einen, Mäuse und Küken für die anderen. Also ziehe ich los, eine Idee im Kopf, die Kamera um den Hals und die Taschen voller Bestechungsmaterial – und komme nicht selten mit ganz anderen Bildern zurück als geplant. Genau das gehört für mich dazu: offen bleiben für das, was passiert, den richtigen Moment erwischen und manchmal einfach den Zufall Regie führen lassen.
Und weil Bilder bekanntlich mehr sagen als tausend Worte, höre ich jetzt besser auf, über Fotografie zu schreiben. Sehenswertes gibt es schließlich unten.

 

 

© Sophie Strodtbeck